Die Verdrängungsdiät ist die einzig sinnvolle Methode, allergieauslösende Futterbestandteile zu finden um sie letztendlich vermeiden zu können. Die Maßnahme ist sehr langwierig und erfordert viel Geduld von Halter und Tierarzt. In der ersten Phase werden ausschließlich zwei Futtermittel (ein Eiweiß und ein Kohlenhydrat) gefüttert, von deren Verträglichkeit ausgegangen wird. Am besten sollten das Eiweißprodukt (ein Teil) und das Kohlenhydratprodukt (zwei Teile) noch nie gefüttert, zumindest aber nicht im gängigen Futter des Hundes enthalten sein. Als Kohlenhydratprodukt bieten sich immer unbehandelter, gekochter Reis oder Kartoffeln an. Der Eiweißlieferant kann jegliche Sorte Fleisch aber auch Tofu oder Milchprodukte sein und ist individuell für jeden Hund zu finden. In dieser Zeit soll ausschließlich mit diesen beiden Nahrungsmitteln gefüttert werden. Diese Phase soll die Allergie und ihre Symptome beseitigen und ist daher über einen langen Zeitraum (mindestens acht Wochen) strikt einzuhalten. Sind die klinischen Symptome verschwunden, kommt es in einem nachfolgenden Schritt zur Provokation. Dadurch sollen die Allergene gefunden und die Diagnose gestellt werden können. Hierzu füttert man den Hund in jeder neuen Woche mit einem neuen Eiweiß. Wird das Allergen gefüttert, treten die Symptome auf. Dieser Futterbestandteil ist in Zukunft zu vermeiden. In der Praxis wird häufig ein Allergikerfutter empfohlen, das sich über den Tierarzt beziehen lässt. Preislich liegen diese Produkte zwar ein wenig höher als herkömmliche Hundefuttermittel, allerdings mildern sie in der Regel die Symptomatik deutlich.