Haut Die Haut schließt den Körper nach außen ab, schützt vor mechanischen Einflüssen und übermäßigem Flüssigkeitsverlust. Während beim Menschen den Schweißdrüsen der Haut eine entscheidende Funktion bei der Temperaturregulierung zukommt, wird diese Aufgabe beim Hund weitestgehend von der Zunge übernommen. In die Haut des Hundes sind verschiedene Rezeptoren eingebettet, die den Tastsinn des Hundes ausmachen. Die Haut setzt sich aus drei übereinander gelagerten Schichten zusammen. Die äußerste Schicht wird als Epidermis bezeichnet. Sie besteht aus toten, verhornenden Zellen, die regelmäßig nachgeschoben werden. Darunter befindet sich die Dermis. Sie enthält vor allem kleinere Blutgefäße und Nerven, sowie Drüsen, Muskeln und die Follikel (Sack, der die Haarwurzel umgibt) der Haare. Die unterste Hautschicht ist die Subcutis, die eine bindegewebige Verschiebeschicht darstellt und der Haut als gesamtes Organ eine gewisse Beweglichkeit über dem darunter befindlichen Muskel- oder Knochengewebe gestattet. Fell Nahezu alle Körperteile eines behaarten Hundes sind mit Fell bedeckt. Einzige Ausnahme bilden der Nasenspiegel und Ballen. Das Außenfell ist in der Regel rauer als das darunter liegende, weiche Unterfell. Die Haare wachsen ständig nach und können das ganze Jahr über abgeworfen werden. Je nach Rasse unterscheiden sich die Farbe, die Länge und die Dichte des Fells eines Hundes. Zudem sind einige Körperregionen (z.B. Leiste, Achseln) weniger behaart als andere. Beeinflussende Faktoren auf das Haarwachstum können extern, wie z.B. die Temperatur, Jahreszeit und die Belichtungsdauer aber auch intern gegeben sein, wie z.B. der Sexualzyklus. Zudem hat die Ernährung einen großen Einfluss auf das Wachstum der Haare, insbesondere die Versorgung mit Vitaminen, mit essentiellen Fettsäuren, mit Proteinen, usw. Daneben beeinflussen die Ernährung, die Fellpflege und die Umgebung des Hundes die Qualität des Fells. Der Kreislauf des Haarwachstums teilt sich in drei Phasen: Während der ersten Phase (anagene Phase) bildet sich und wächst ein neues Haar im Haarfollikel, einer röhrenförmigen Einstülpung in der Haut. Der unter der Hautoberfläche liegende Teil eines Haares wird als Haarwurzel bezeichnet an dessen unterem Ende die Haarzwiebel (rundliche Verdickung) liegt. Unmittelbar unterhalb der Haarzwiebel befindet sich die Haarpapille (eine bindegewebige Kapsel in der Dermis, einer unteren Hautschicht), die ebenfalls vom Haarfollikel umschlossen wird. Hier erfolgt eine Zellteilung, wodurch neue Haarsubstanz gebildet wird und das Haar wächst. Ist die vollständige Länge erreicht, endet das Wachstum. In der zweiten Phase (katagene Phase) zieht sich die Papille zusammen und schiebt das Haar dadurch nach außen. Die Haare wachsen nicht weiter, der Haarfollikel verkürzt sich. In der letzten Phase (telogene Phase) regenerieren sich die Papille und der Follikel und starten mit der Bildung eines neuen Haares, das das darüberliegende Haar abstößt.