Beschreibung

Die Zwischenzehenpyodermie ist eine bakterielle Entzündung der Häute zwischen den Fußballen.

Dringlichkeit

Dringlichkeitsstufe 3

Gefährlichkeit

Gefährlichkeitsstufe 2

Verlauf

Die Entzündung kann sich an einer abgegrenzten Stelle befinden oder sich über die ganze Sohle ausbreiten. In der Regel ist immer nur eine Pfote betroffen. Die Zwischenzehenhäute sind gerötet, nässen und eitern. Es kann zu kleinen Kratern und Hautabtragungen kommen. Das Tier beißt oder leckt vermehrt an der betroffenen Pfote. Oftmals lahmt der Hund beim Laufen, da das Auftreten Schmerzen bereitet.

Ursache

In den meisten Fällen entsteht die Entzündung nach einem kleinen Schnitt oder durch Eindringen eines Fremdkörpers. In den Sommermonaten dringen besonders oft Grannen in die Pfoten ein. Aufgrund ihrer Widerhaken verbleiben diese Getreideähren im Körper des Tieres und können unter Umständen in die Blutbahn des Tieres gelangen und schwerwiegende Symptome auslösen.

Therapie

In leichten Fällen kann die betroffene Pfote in einer milden, desinfizierenden Lösung mehrmals täglich gebadet werden. Liegt ein eingetretener Fremdkörper vor, muss dieser operativ entfernt werden. Schwere Entzündungen bedürfen der Behandlung mit einem Antibiotikum.

Notfallmaßnahmen

Im Herbst sollten Sie auf Spaziergängen mit Ihrem Hund die Nähe zu abgemähten Getreidefeldern meiden, wenn dies möglich ist. Die scharfen, auf den Feldern verbliebenen Pflanzenreste sind ein häufiger Auslöser der Zwischenzehenpyodermie. Generell bietet es sich nach jedem Spaziergang an, die Zwischenzehenräume eines Hundes auf eingedrungene Fremdkörper zu kontrollieren. Sehen Sie einen Fremdkörper, der bereits in die Haut des Tieres eingedrungen ist, sollten Sie diesen von einem Tierarzt entfernen lassen.