Beschreibung

Das weiche Zahnfleisch, das die Kiefer in der Maulhöhle bedeckt, kann durch Entzündungen geschädigt werden, bluten und zurückweichen.

Dringlichkeit

Dringlichkeitsstufe 3

Gefährlichkeit

Gefährlichkeitsstufe 2

Verlauf

Erste Hinweise auf eine chronische Zahnfleischentzündung sind vermehrtes Speicheln, mitunter auch mit blutigen Beimengungen. Manchmal verweigern das Tier aufgrund des unangenehmen Gefühls im Maul das Fressen und kratzt sich an der Schnauze. Hebt man die Lefzen an und betrachtet die Zähne, ist der Zahnfleischrand unterhalb der Zähne deutlich gerötet, geschwollen und weicht teilweise bereits von den Zahnhälsen zurück. Bei fortschreitender Zahnfleischentzündung schwillt das Zahnfleisch weiter an, die Rötung wird deutlicher und die betroffenen Flächen sind größer. Der Hund verspürt nach Berühren der Schnauze Schmerzen und übler Maulgeruch tritt auf. In späten Stadien ist das Zahnfleisch hochgradig gerötet und geschwollen und wird zerstört. Der Hund verspürt starke Schmerzen. Ein stark übel riechender Geruch tritt auf. Die Entzündung kann in diesem Stadium auf das Zahnbett übergreifen und Parodontitis verursachen.

Ursache

Zahnfleischentzündungen sind häufig die Folge von übermäßiger Zahnsteinbildung und/ oder bakteriellen Infektionen. Als weitere Ursachen lassen sich die unangemessene Fütterung (keine kaubare Nahrung und daher mangelnde Selbstreinigung der Zähne) und eine zum Teil rassebedingte Anfälligkeit (kleine Rassen, Zwergpudel, Pekinesen) nennen.

Therapie

Eine Zahnfleischentzündung wird mit Antibiotika behandelt. In besonders schlimmen Fällen ist das Zahnfleisch abzutragen, gelockerte Zähne sind zu entfernen.

Notfallmaßnahmen

Im Falle einer Zahnfleischentzündung in einem frühen Stadium sollte bei Gelegenheit der Tierarzt aufgesucht werden. Je weiter die Entzündung fortgeschritten ist, desto schwerwiegender können die Folgen sein und desto eher bietet sich die Konsultation des Arztes an.