Beschreibung

Unter einem Zahnabszess versteht man die Ausbildung von eitrigem Sekret im Bereich der Zahnwurzelspitze. Damit ist eine Entzündung des Kieferknochens verbunden.

Dringlichkeit

Dringlichkeitsstufe 3

Gefährlichkeit

Gefährlichkeitsstufe 4

Verlauf

Typische Symptome, die zu Beginn dieser Erkrankung auftreten sind erhöhtes Speicheln, Kaustörungen und Schmerzen beim Zerbeißen von Nahrungsmitteln. Die Erkrankung kann lange unbemerkt bleiben, da selbst die Auflösung des Kieferknochens noch schmerzfrei für den Hund sein kann. Zudem kann die Erkrankung einfach abheilen, ohne dass es Hund und Halter bemerken. Heilt die Krankheit nicht ab, muss der gebildete Eiter abfließen. Das geschieht entweder über die Maulhöhle oder durch einseitigen Ausfluss aus der Nasenhöhle. Es kann auch zur Bildung von Fisteln (kleine Hautöffnung) kommen, die meist unter dem Auge auftreten und über die dann das eitrige Sekret abfließt. Vor einem solchen Abfluss bilden sich in der Regel Schwellungen an derselben Stelle. Als weitere Symptome lassen sich übel riechender Maulgeruch oder Blut im Maulbereich nennen. Meist tritt Fieber als Folge der entzündlichen Prozesse auf.

Ursache

Die Erkrankung geht in den meisten Fällen von den Reißzähnen im Oberkiefer des Hundes aus. Ursache ist eine Infektion der Zahnwurzel. Diese Infektion kann nach Zahnbrüchen und Eindringen von Bakterien durch die Zahnhöhle entstehen oder im Zuge einer Zahnfleischentzündung durch zur Zahnwurzel vordringende Bakterien verursacht werden. Die Entzündung greift auf den Kieferknochen über, der sich immer stärker auflöst. Mit der Zeit bildet sich dann ein eitriger, schmerzhafter Abszess im Bereich der Wurzelspitze.

Therapie

Therapeutische Maßnahmen sind in der Regel die Verabreichung von Antibiotika und die Entfernung des betroffenen Zahnes. Unter Umständen sind Schmerzmittel der Medikation hinzuzufügen.

Notfallmaßnahmen

Ein zerstörter Kieferknochen kann nur durch sehr viel Aufwand, und das auch nicht immer, wiederhergestellt werden. Daher sollte der Tierarzt beim Auftreten der schwerwiegenderen Symptome schnell aufgesucht werden, ansonsten bietet sich der Besuch bei der nächsten Gelegenheit an.