Beschreibung

Das Wobbler – Syndrom fasst eine Gruppe von Halswirbelsäulenerkrankungen zusammen, die wiederum zu Schädigungen oder Beinträchtigungen des Rückenmarks in diesem Bereich führen. Der Name beschreibt den unsicheren Gang der Patienten (engisch: "to wobble", deutsch: „wackeln“).

Dringlichkeit

Dringlichkeitsstufe 4

Gefährlichkeit

Gefährlichkeitsstufe 3

Verlauf

Wie bei allen Krankheiten, die viele Ursachen haben können, gestaltet sich das Symptombild als ebenso umfangreich. Es lässt sich sagen, dass sich die Symptome des Wobbler - Syndroms langsam einstellen. In der Regel hat das Tier zu Beginn Probleme beim Aufstehen und wackelt beim Gehen leicht. Vielfach schlürft der Hund mit den vorderen Gliedmaßen auf dem Boden, es kommt zu einer verstärkten Abnutzung der Krallen. Im Verlauf der Krankheit werden die Symptome immer stärker, das Tier schwankt regelrecht beim Laufen. In fortgeschritteneren Fällen treten Symptome im Bereich der Vorderhand des Hundes auf, die vorderen Gliedmaßen und der Hals versteifen. Achtung: Vielfach werden die Frühsymptome fälschlicherweise als Begleiterscheinung eines übermäßigen Wachstums des Jungtieres missgedeutet.

Ursache

Das Wobbler - Syndrom kann durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden. Angeborene Missbildungen, Fehlstellungen im Bereich der Halswirbelkörper, Bandscheibenvorfälle sowie Abszesse oder Tumoren können das Syndrom bedingen. Besonders Deutsche Doggen und Dobermänner sind prädestinierte Rassen dieser Erkrankung. Bei Hunden, die ohnehin rasch wachsen, wirkt sich eine übermäßige Fütterung als günstig für das Entstehen des Syndroms aus. Die Prognose dieser Krankheit hängt von der Ursache hängt ab, sie ist aber eher ungünstig.

Therapie

Die Diagnose wird in der Regel unter Zuhilfenahme von Röntgenaufnahmen, neurologischen Untersuchungen und MRTs (Magnetresonanztomographie) oder CTs (Computertomographie) gestellt. Je nach Ursache der Erkrankung hat der Arzt zwischen verschiedenen therapeutischen Maßnahmen zu wählen. In den meisten Fällen ist die Operation unumgänglich. Dabei gibt es zwei Verfahren, die auch kombiniert eingesetzt werden können. Grundsätzlich sind die betroffenen Wirbelbereiche zu entlasten und zu stabilisieren. Dazu muss allerdings die Ursache klar und die Diagnose exakt gestellt sein. In milderen Fällen und bei sehr schwach ausgeprägten Symptomen bietet sich aufgrund der risikoreichen Operation eine konservative Therapie an, die vor allem Einschränkungen der Bewegung und ernährungstechnische Maßnahmen vorsieht.

Notfallmaßnahmen

Der unsichere und für das Wobbler - Syndrom typische Gang lässt sich besonders gut feststellen, wenn der Hund im Kreis läuft oder versucht, sich rasch zu drehen. Zeigt Ihr Hund die zuvor genannten Symptome, dann sollten Sie beim Tierarzt anrufen und einen Termin vereinbaren. Sind die Sprechstundenzeiten verstrichen, dann können Sie auch am nächsten Morgen anrufen, die Situation schildern und einen Termin vereinbaren. Diese Erkrankung ist recht schmerzhaft und unangenehm für den Hund. Bemerken Sie, dass Ihr Hund im Welpenalter rasch wächst, dann sollten Sie ihn nicht überzogen stark füttern, denn das würde das Wachstum weiter fördern und die Degeneration unterstützen. Wenn Ihr Tier an dieser Erkrankung leidet, sollten Sie besonders vorsichtig mit ihm umgehen. Achten Sie darauf, ruckhafte Bewegungen zu vermeiden. Verwenden Sie lieber ein Brustgeschirr anstatt einer Leine. Helfen Sie zudem Ihrem Tier, große Höhen zu überwinden (Treppe, Auto, etc.).