Beschreibung

Bei einer Vaginitis handelt es sich um einer Entzündung der Vagina einer Hündin. Sie tritt vor allem bei jungen Hündinnen auf und selten bei Hündinnen, die bereits Welpen geboren haben.

Dringlichkeit

Dringlichkeitsstufe 3

Gefährlichkeit

Gefährlichkeitsstufe 3

Verlauf

Das wohl auffälligste Symptom der Vaginitis ist der eitrige Scheidenausfluss. Die Menge des Ausflusses ist für jede Hündin verschieden. Ein weiteres Symptom ist der Juckreiz, der sich darin äußert, dass sich die Hündin wesentlich häufiger als gewöhnlich die Genitalregion leckt. In manchen Fällen zeigen Hündinnen mit Vaginitis ein leicht gestörtes Allgemeinbefinden und es kann zu leichtem Fieber kommen. Die Vagina der Hündin erscheint gerötet und ist mit Schleim belegt (diese beiden Symptome lassen sich nicht mit bloßem Auge erkennen).

Ursache

Einige bakterielle Erreger verursachen die Vaginitis. Die Erreger sind normaler Bestandteil der Scheidenflora einer Hündin. Die Krankheit bricht somit meist nur bei Hündinnen aus, deren Immunsystem geschwächt ist. Daneben existieren einige Faktoren, die das Auftreten der Entzündung begünstigen. Dazu zählen eine unausgewogene Fütterung oder mangelhafte hygienische Verhältnisse. Infektionskrankheiten (bspw. Staupe) können ebenso Ursache der Vaginitis sein. Zudem können die bei einer Entzündung der Gebärmutter austretenden Sekrete die Vaginitis verursachen.

Therapie

Handelt es sich bei dem Patient um eine Junghündin mit geringem Ausfluss, lässt sich die Heilung meist schon über die Beseitigung der krankheitsbegünstigenden Symptome erreichen. Vitaminverabreichungen, eine ausgewogene Fütterung und die Schaffung hygienischer Zustände ermöglichen eine Besserung. Bei stärkerem Ausfluss und Juckreiz sind täglich und bis zum Abklingen der Symptome desinfizierende Spülungen des Scheidenraumes durchzuführen und antibakterielle Salben aufzutragen. In Krankheitsfällen mit gestörtem Allgemeinbefinden der Patientin sind die Bakterien genauer zu untersuchen und je nach Resultat mit speziellen Medikamenten zu behandeln.

Notfallmaßnahmen

Eine Vaginitis erfordert keinen umgehenden Tierarztbesuch, der Besuch des Tierarztes bei nächster Gelegenheit reicht aus. Generell sollten alle krankheitsbegünstigenden Faktoren vom Halter beseitigt werden. In diesem Sinne wäre eine hygienische Umgebung für die Hündin zu schaffen (inklusive des Ruhe- und Schlafplatzes der Hündin), auf eine ausgewogene Ernährung zu achten und eventuell Vitaminkuren durchzuführen. Bildet sich ein krustiger Belag im Scheidenbereich, so kann dieser mit etwas lauwarmen Wasser, dem eine Prise Salz hinzugefügt wurde, täglich mit einem feuchtem Lappen vorsichtig entfernt werden.