Beschreibung

Tetanus ist eine seltene, allerdings oftmals tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch ein Bakterium ausgelöst wird und die muskelsteuernden Nerven schädigt.

Dringlichkeit

Dringlichkeitsstufe 4

Gefährlichkeit

Gefährlichkeitsstufe 3

Verlauf

Die Vergiftung wirkt sich auf die muskelsteuernden Nerven aus. Typischerweise kommt es zu Zuckungen und Spasmen an Kopf und Gliedmaßen der Tiere. Am Kopf bildet sich in der Regel eine Stirnfalte, die zwischen den Augen beginnen kann und sich über den Kopf des Tieres zieht. Die Ohren sind vielfach ebenso betroffen. Das äußert sich in einem Zusammenziehen der Ohrenspitzen, sie sind enger aneinander gestellt. In manchen Fällen ist auch der Maulbereich betroffen. Dabei wird der Mundwinkel des Tieres nach hinten gezogen, Speichelausfluss und Schluckprobleme können (wenn der Kaumuskel betroffen ist) auftreten. Daneben wird teilweise eine Lidverengung beobachtet und es kann zu Folgeerscheinungen wie einem Nickhautdrüsenvorfall kommen. Der Gesichtsausdruck des Tieres sieht ungewohnt und merkwürdig aus. In besonders schweren Fällen sind meist der Hals und die Gliedmaßen (auch die Rute) der Tiere gestreckt, sie können sich kaum noch bewegen und aufstehen und leiden an Fieber. Das Herz kann geschädigt werden. Überlebt der Hund die ersten Tage, dann ist die Aussicht auf Heilung recht günstig.

Ursache

Die Sporen des verursachenden Bakteriums befinden sich nahezu überall in der Umwelt. Die Infektion erfolgt über den Eintritt dieser Sporen in Wunden. Bei unzureichender Sauerstoffzufuhr kann sich das Bakterium vermehren und sondert Giftstoffe ab, die für den Ausbruch der Symptome verantwortlich sind. Der Eintritt der Sporen erfolgt in wenigen Fällen über Operationswunden, häufiger sind Wunden als Folge von Bissen oder Verletzungen Eingangsort der Sporen. Über den Darm oder die Gebärmutter kann das Bakterium ebenso eindringen.

Therapie

Die Diagnose ist recht einfach und erfordert eine klinische Untersuchung. In der Regel reicht eine antibiotische Behandlung über einige Tage zur Therapie. Der Hund benötigt zudem Ruhe und ist bei Beeinträchtigung der Schluckmuskel künstlich zu ernähren.

Notfallmaßnahmen

Treten bei Ihrem Hund schwerere Anfälle mit Muskelzittern und -krämpfen auf, sollten Sie immer direkt einen Arzt aufsuchen. Da Tetanus beim Hund eher selten vorkommt, werden die Tiere in der Regel nicht dagegen geimpft. Tritt die Erkrankung allerdings gehäuft in einer Region auf, sollten ansässige Hunde geimpft werden. Besprechen Sie bitte mit Ihrem Tierarzt Ihr Vorgehen hinsichtlich einer Tetanusschutzimpfung und nehmen Sie sie gegebenenfalls in den Impfplan Ihres Hundes mit auf.