Beschreibung

Die Pankreatitis beschreibt eine entzündliche Erkrankung der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) des Hundes. Sie kommt seltener vor als die nicht - entzündlichen Erkrankungen (z.B. Diabetes mellitus) und tritt in akuter und chronischer Variante auf.

Dringlichkeit

Dringlichkeitsstufe 5

Gefährlichkeit

Gefährlichkeitsstufe 4

Verlauf

Der Verlauf der akuten Variante kann von sehr milden Erscheinungen bis hin zu äußerst gravierenden Verläufen reichen. Während die milden Verläufe oftmals zur Genesung des Patienten führen, sind die schweren Verläufe als äußerst kritisch anzusehen. Die akute Variante führt nach Ausheilung zu einer Regernation des Organs, wohingegen chronische Erkrankungen irreversible Schädigungen des Organs verursachen können. Die Erkrankung weist eine Vielzahl von Symptomen auf, die allesamt unspezifisch sind und gleichfalls für das Vorliegen vieler anderer Krankheiten sprechen können. Zu nennen sind vor allem Erbrechen, Lethargie, Schmerzen bei Druck auf den Vorderbauch, Dehydratation (Austrocknen der Mundschleimhaut mit zähflüssig geringem Speichel über schwachen Puls bis hin zu Zusammenbrüchen), Durchfall und Fieber. Besonders schwere Verläufe können graviende Folgeerkrankungen, wie das Versagen mehrere Organe oder die Abszessbildung in der Bauchspeicheldrüse selbst nach sich ziehen. Die chronische Variante zeichnet sich durch Schübe aus, deren Symptome denen der akuten Variante gleichen, wobei in der Regel das Erbrechen und die Durchfälle dominieren und die anderen Symptome in abgeschwächter Form auftreten können.

Ursache

Die Ursachen der akuten und chronischen Variante sind oftmals unbekannter Natur. Mögliche Verursacher der akuten Pankreatitis können Infektionen (z.B. Parvovirose), Tumoren, Traumata (Verletzungen) oder Schwellungen der Ausführungskanäle der Bauchspeicheldrüse sowie die längerfristige Gabe einiger Medikamente sein. Fettreiche Ernährung und Bewegungsmangel begünstigen die Erkrankung. Die Ursachen chronischer Pankreatiten sind ebenso unbekannt, vielfach entwickeln sie sich aber aus der akuten Variante heraus.

Therapie

Die Diagnose der Krankheit erfolgt zunächst durch die Erstellung eines Blutbildes. Der vermehrte Anfall bestimmter Pankreasenzyme im Blut deutet meist auf eine Erkrankung dieses Organs hin. Heilt die leichte Variante nicht spontan ab oder leidet der Patient an einer schweren Form der Erkrankung, muss eine strikte Therapie erfolgen. Das schließt zuallererst ein Verbot der Nahrungs- und Flüssigkeitseinnahme ein. Erst wenn das Erbrechen ausbleibt, kann der Patient in kleinen Mengen eine Magenschonkost erhalten. Ist die Nahrungsaufnahme über einen längeren Zeitraum nicht möglich, so muss der Patient über einen Venenkatheter künstlich ernährt werden. Daneben erhält der Hund Infusionen und verschiedene Medikamente, die den entsprechenden Symptomen entgegenwirken.

Notfallmaßnahmen

Da eine Pankreatitis besonders schmerzhaft für ein Tier ist, was der Hund oftmals an verschiedenen Schmerzäußerungen und der gekrümmten Rückenhaltung zeigt, sollten möglich schnell ein Tierarzt konsultiert werden.