Beschreibung

Ohrmilben sind kleine parasitäre Spinnentiere, die die Gehörgänge vieler Säugetierarten befallen können. Der Hund und die Katze sind häufig betroffen.

Dringlichkeit

Dringlichkeitsstufe 3

Gefährlichkeit

Gefährlichkeitsstufe 3

Verlauf

Die Innenhaut des Hörkanals wird durch die Milben gereizt, gerötet und verdickt. Es wird vermehrt Ohrwachs gebildet. Hebt man das Ohr an, erscheint die Ohrmuschel verkrustet und bräunlich verdreckt. In frühen Stadien findet man größere Mengen rötlich-braunen Ohrschmalz vor. Im Allgemeinen sind die Symptome denen einer herkömmlichen, bakteriellen Ohrentzündung sehr ähnlich. Das Tier beginnt meist mit der Pfote unablässig an den Ohren oder am Ohrgrund zu kratzen, oder den Kopf an Gegenständen z.B. dem Teppich oder Tischbeinen zu reiben. Häufig wird auch lediglich der Kopf fortwährend geschüttelt. Die Erkrankung kann ein oder auch beide Ohren betreffen.

Ursache

Die Milben werden durch direkten Kontakt mit einem befallenen Tier übertragen. In der Mehrzahl handelt es sich dabei um andere Hunde, aber auch Katzen, Kaninchen oder Igel können Träger sein. Besonders häufig sind streunende Tiere von Ohrmilben befallen.

Therapie

Zur Beseitigung der Milben sollte das Ohr zunächst durch einen Tierarzt von Schmutz und Milben gereinigt werden. Anschließend ist über mehrere Tage ein Medikament in die Ohren zu geben, das die Parasiten ganz abtötet.

Notfallmaßnahmen

Als vorbeugende Maßnahme sollte darauf geachtet werden, dass das Tier mindestens alle drei Monate mit einem Präparat gegen Hautparasiten behandelt wird, dass auch Ohrmilben einschließt. Bei einer Erkrankung sollten wenn möglich alle, mit dem Patienten in Kontakt getretenen Hunde ebenso behandelt werden.