Beschreibung

Tumoren in der Nasen- und den Nasennebenhöhlen kommen bei Hunden relativ selten vor. Liegen sie vor, dann handelt es sich oft Karzinome, die ihren Ursprung im Drüsengewebe haben.

Dringlichkeit

Dringlichkeitsstufe 4

Gefährlichkeit

Gefährlichkeitsstufe 3

Verlauf

Die Symptome von Nasentumoren stellen sich allmählich ein. Im Zeitverlauf nehmen sie an Intensität zu. Typischerweise kommt es zu Niesen, eitrigem, missfarbenem und oftmals übel riechendem Ausfluss aus der Nase, Nasenbluten und Atemgeräuschen beim Ein- und Ausatmen. Zudem kann es zu Ausdehnungen der Nase oder der Nasennebenhöhlen kommen. In besonders schweren Fällen kann der Tumor nach außen durchbrechen und man beobachtet Verformungen der Nase. Wächst der Tumor ins Gehirn ist das Allgemeinverhalten des Hundes stark gestört (depressiv, Anfälle bis hin zu komatösen Zuständen). Zudem kann es zu einem Einwachsen des Tumors in die Mundhöhle und dann zu Zahnlockerungen kommen.

Ursache

Die Ursache eines solchen Tumors bleibt oftmals unbekannt.

Therapie

Die Diagnose eines Nasentumors in einem sehr frühen Stadium ist natürlich wesentlich schwieriger, als einen weit fortgeschrittenen Nasentumor zu diagnostizieren. Hat der Arzt einen Verdacht, können Röntgenaufnahmen oder Gewebeentnahmen den Verdacht bestätigen. Die Entfernung des verdächtigen Gewebes ist die einzig sinnvolle therapeutische Maßnahme. Sie muss aber in einem frühen Stadium erfolgen, sonst kann sie nicht erfolgreich sein. Röntgentherapien verlängern nach der Ausräumung die Lebensdauer des Hundes. In schweren Fällen gibt es kaum eine Chance auf Heilung.

Notfallmaßnahmen

Die Entfernung eines Nasentumors kann sich als äußerst schwierig und kompliziert herausstellen. Leidet Ihr Tier an dieser Erkrankung, sollten Sie Ihre Optionen genau mit Ihrem Tierarzt abwägen. Gerade bei erschwerter Atmung Ihres Hundes sollten Sie immer schnellst möglich einen Tierarzt aufsuchen.