Beschreibung

Bei einem Nasenkatarrh handelt es sich um eine Entzündung der Nasenschleimhaut. Gemeinhin ist die Krankheit auch als Schnupfen bekannt. Die Krankheit kann chronisch oder akut verlaufen.

Dringlichkeit

Dringlichkeitsstufe 3

Gefährlichkeit

Gefährlichkeitsstufe 2

Verlauf

Die akute Variante zeichnet sich vor allem durch Niesen und dünnflüssigen, wässrigen Nasenausfluss aus. Ein Anschwellen der Schleimhaut erschwert die Atmung des Hundes, was wiederum den Geruchssinn beeinträchtigt und zu Appetitlosigkeit führen kann. In vielen Fällen verschlimmern hinzukommende Infektionen die Krankheit, der Ausfluss wird dann schleimig und eitrig. Anzeichen dieser Variante sind verkrustete Nasenlöcher, was die Atmung für den Hund zusätzlich erschwert. Der Hund atmet solange durch die Nase, bis es nicht mehr möglich ist und wechselt erst dann auf die Mundatmung. Das Niesen besteht weiterhin. Hinzu kommt, dass der Hund oftmals versucht, die Nase durch Kratzen mit den Läufen zu reinigen, was zu Blutungen führen kann. Heilt die Krankheit nicht aus, nimmt sie einen chronischen Verlauf an. Die chronische Variante kann unter Umständen auch direkt zu Beginn der Krankheit vorliegen. Der Nasenfluss ist eher eitrig. Auch hier sorgt das anhaltende Kratzen des Hundes oder Veränderungen der Haut um die Nase herum für Blutungen. Die Hunde haben oftmals starke Atembeschwerden und es kommt vielfach zu Appetitlosigkeit. Die Krankheit zieht sich über mehrere Monate hin und tritt oftmals in Verbindung mit Erkrankungen der Nebenhöhlen oder der tieferen Luftwege auf. In diesen Fällen kommen meist Fieber, ein gestörtes Allgemeinbefinden und Schmerzen zur Symptomatik hinzu.

Ursache

Der Nasenkatarrh kann mehrere Ursachen haben. Am häufigsten bedingen Bakterien oder Viren die Erkrankung, deren Eindringen durch nasskaltes Wetter und Zugluft oder durch staubige und trockene Zimmerluft begünstigt werden kann. Tumoren, Parasiten aber auch Zahnwurzelabszesse können eine oftmals chronische Rhinitis verursachen.

Therapie

Liegt der Krankheit eine bakterielle Infektion zugrunde, lässt sich diese meist mit einem geeigneten Antibiotikum eindämmen. Virale Rhinitiden sind oftmals selbstlimitierend und verschwinden ganz von alleine wieder. Besteht allerdings ein begünstigender Faktor in der Umgebung des Hundes (z.B. ständiges Ausgesetztsein in nasskaltem Wetter), kann die Erkrankung anhalten und in eine chronische Form übergehen. Je nach Ursache der Rhinitiden bieten sich verschiedene therapeutische Maßnahmen an. Bakterielle verursachte Rhinitiden behandelt man üblicherweise mit Antibiotika, bei anderen Ursachen verabreicht man geeignete Medikamente. Lösen Zahnwurzelabszesse den Nasenkatarrh aus, sind diese zu entfernen. Bei Tumoren ist ein chirurgischer Eingriff und eventuell eine Chemotherapie notwendig.

Notfallmaßnahmen

Beim Auftreten der zuvor genannten Symptome sollten Sie den Tierarzt bei der nächsten Gelegenheit anrufen und einen Termin innerhalb der nächsten Tage oder Woche vereinbaren. Hunde mit Schnupfen sollten nicht in staubigen Umgebungen gehalten werden.