Beschreibung

Aspergillose bezeichnet die Infektion mit einer bestimmten Schimmelpilzart (Aspergillen). Sie tritt vornehmlich im Atmungsapparat auf und die Sporen befallen vor allem die Lunge sowie die Nasenschleimhaut der Nasenhöhlen und der Nasennebenhöhlen des Hundes. Der Befall des ganzen Körpers des Hundes ist äußerst selten.

Dringlichkeit

Dringlichkeitsstufe 3

Gefährlichkeit

Gefährlichkeitsstufe 3

Verlauf

Der primär auftretende nasale Befall äußert sich vor allem durch Nasenausfluss. Der ist zu Beginn meist klar und wird mit der Zeit in der Regel eitrig oder blutig. Die Hundenase ist schmerzempfindlich, daher bekratzt das Tier die Stelle oftmals mit den Pfoten. Daneben können Niesen oder Atemgeräusche auftreten. Ist der Befall weit fortgeschritten, können Zerstörungen der Knochenstrukturen der betroffenen Region verursacht werden.

Ursache

Die Schimmelpilze befinden sich überall in der Natur, bspw. in der Erde, in verwesenden Pflanzen oder schimmelnder Blumenerde, etc. Die Sporen des Schimmelpilzes werden durch die Atmungsorgane aufgenommen und können die Erkrankung auslösen. Besonders anfällig sind langnasige Hunderassen wie der deutsche Schäferhund, Dobermänner, etc.

Therapie

Zur Diagnose der Aspergillose werden mehrere Methoden angewandt. In der Regel erfolgt eine Nasenspiegelung, bei der Proben des Pilzes entnommen werden können, um die Diagnose zu stellen. Daneben werden bildgebende Verfahren (Röntgenaufnahmen, Computertomographien) eingesetzt, die es ermöglichen, das Ausmaß des Befalls und eventuell verursachte Knochenveränderungen zu beurteilen. Therapeutisch wird mittlerweile auf die Abtragung von Nasengewebe verzichtet, da die Nebenwirkungen der Operation den Patienten zu sehr belasten. Stattdessen werden vor allem mehrmals täglich und über ein bis zwei Wochen Nasenspülungen verabreicht, die Medikamente zur Behandlung von Pilzen beinhalten. Ist die Stirnhöhle des Tieres befallen, sind unter Umständen Öffnungen zu bohren, um die Spülung anzuwenden oder die Medikamente direkt aufzutragen. Die Aussicht auf Heilung ist günstig, wenn es sich um eine nasale Aspergillose handelt. Ist der gesamte Organismus befallen, ist kaum eine Heilung möglich.

Notfallmaßnahmen

Die Pilzinfektion ist zu behandeln, da die Infektion nicht die Lunge und von dort aus den gesamten Organismus befallen sollte. Stellen Sie die Symptome fest, sollte bei einem Tierarzt angerufen, die Situation geschildert und ein Termin für die nächsten Tage vereinbart werden. Bitte beachten Sie, dass wenn eine Spülungstherapie durchgeführt wird, sich vor allem der Nasenausfluss und das Niesen verschlimmern, da der Pilzbefall ausgeschieden wird. Die Spülungen werden nicht vom Halter selbst durchgeführt. Das Tier wird narkotisiert, die Nase mit einem Endoskop untersucht, gespült und ein Antimykotika (Medikament zur Behandlung des Pilzes) verabreicht.