Beschreibung

Als Lungenwürmer bezeichnet man verschiedene Parasiten, die sich in der Lunge und den Atemwegen des Hundes ansiedeln.

Dringlichkeit

Dringlichkeitsstufe 4

Gefährlichkeit

Gefährlichkeitsstufe 3

Verlauf

Der Verlauf der Krankheit ist überwiegend chronisch. Die Krankheitsdauer beträgt in der Regel mehrere Wochen und die Symptome stellen sich allmählich ein. Die Larven entwickeln sich in einem Zwischenwirt, werden oral aufgenommen und durchbohren dann während der Darmpassage die Darmwand, von wo aus sie mit dem Blutstrom zur Lunge gelangen. Hier entwickeln sich die Larven zu adulten Würmern. Die Würmer legen nun selber wieder Eier, die mit dem Schleim aus den Atemwegen hochgehustet, abgeschluckt und mit dem Kot ausgeschieden werden. Der Zyklus beginnt von neuem. Trockener, selten produktiver Husten ist das gängige Symptom der Lungenwurmerkrankung. Atemnot tritt kaum auf.

Ursache

Die Infektion entsteht durch Fressen und Verschlucken des Zwischenwirtes, der die Larven beherbergt. Ein infizierter Hund scheidet die Wurmeier mit dem Kot aus, die dann wiederum von einem Zwischenwirt aufgenommen werden können. Die Parasiten der Lunge kommen in Mittel- und Nordeuropa eher selten vor.

Therapie

Durch die Begutachtung von Röntgenaufnahmen, vor allem aber durch eine Spiegelung der Bronchien lassen sich die Parasiten nachweisen. Der Hund äußert üblicherweise die Symptome der Bronchitis, spricht aber auf deren Behandlung nicht an, was immer auf Lungenwürmer hindeutet und je nach Art der Parasiten eine spezielle medikamentöse, mehrere Tage oder Wochen anhaltende Therapie erforderlich macht.

Notfallmaßnahmen

Bei einer Lungenwurmerkrankung sollte das Tier bald möglichst zu einem Tierarzt gebracht werden. Allerdings sollte bei blutigem Husten immer schnellst möglich ein Tierarzt aufgesucht werden. Jedes Haustier sollte mindestens alle drei Monate mit einem geeigneten Wurmpräparat behandelt werden, zum Schutz des Tieres und zur eigenen Sicherheit.