Beschreibung

Als Pneumothorax bezeichnet man die Ansammlung von Luft in der Brusthöhle.

Dringlichkeit

Dringlichkeitsstufe 5

Gefährlichkeit

Gefährlichkeitsstufe 5

Verlauf

Da Luft im Brustraum die Entfaltung der Lunge einschränkt, geht ein Pneumothorax fast immer mit Atembeschwerden einher. Die Schwere der Symptomatik hängt von der Größe der Verletzung und der Menge an eingedrungener Luft ab. Das Tier vermeidet Bewegung und nimmt Positionen ein, die ihm das Atmen einfacher machen (Sägebockstellung – breitbeiniger Stand, Gebetshaltung – der Hund beugt sich mit ausgestreckten Vorderläufen nach vorne). Ist die Sauerstoffaufnahme erheblich behindert, können die Schleimhäute bläulich verfärbt erscheinen. Das Allgemeinbefinden ist fast immer gestört.

Ursache

Ein Pneumothorax kann durch eine Verletzung von außen entstehen, die die Brustwand durchstößt. Diese Form wird als offener Pneumothorax bezeichnet. Häufige Ursachen sind Unfälle aller Art oder Angriffe, vor allem durch andere Hunde oder Menschen. Des Weiteren kann eine Zusammenhangstrennung des Lungengewebes bewirken, dass Atemluft von innen in den Brustkorb gelangt (geschlossener Pneumothorax). Auch hierfür sind zumeist Unfälle der Auslöser. Darüber hinaus kann die Veränderung als Komplikationen chronischer Lungenerkrankungen mit schwerem Husten oder eines durchgebrochenen Tumors entstehen.

Therapie

Mit einem Röntgenbild lässt sich die Luft im Brustraum zumeist darstellen. Im Vordergrund der Behandlung steht zunächst die Sicherstellung der Sauerstoffversorgung. Hierzu muss das Tier stationär behandelt werden. Sofern möglich muss die Läsion (Schädigung) operativ geschlossen werden und eine Ruhigstellung des Patienten erreicht werden.

Notfallmaßnahmen

Besteht der Verdacht eines Pneumothorax, sollte umgehend ein Tierarzt oder eine Tierklinik aufgesucht werden.