Beschreibung

Die Leptospirose ist eine bakterielle Infektionskrankheit. Eine Infektion des Menschen durch den Hund ist möglich.

Dringlichkeit

Dringlichkeitsstufe 5

Gefährlichkeit

Gefährlichkeitsstufe 5

Verlauf

Der Erreger verbreitet sich im Blut und gelangt so in verschiedene Organe wie Leber, Milz, Niere oder in die Lymphknoten. Maximal zwei Wochen nach der Infektion zeigen sich Symptome wie Fressunlust, Erbrechen oder Fieber. Das Tier ist abgeschlagen und träge. Teilweise tritt Atemnot auf. Setzt sich der Erreger in der Niere fest, uriniert der Hund häufig und auf Druck in die Nierengegend zeigt er Schmerzen. Das Nierenversagen ist die oftmals schlimmste Folge der Erkrankung. Zudem kann Gelbsucht auftreten, was man an einer gelblichen Färbung der Augen, Schleimhäute und Haut erkennen kann. Setzt sich der Erreger in anderen Organen fest, kann es mitunter zu blutigem Stuhl als Folge einer Magen-Darm-Entzündung, zittrigen Anfällen oder Blutungen der Maulschleimhaut kommen.

Ursache

Die bakteriellen Erreger werden hauptsächlich durch den Urin infizierter Tiere ausgeschieden. Auf diese Weise geraten die Bakterien in feuchte Böden und Gewässer, wo sie lange Zeit lebensfähig bleiben. Die Infektion erfolgt durch Kontakt des Erregers mit der Haut oder den Schleimhäuten eines Hundes. In den meisten Fällen infizieren sich Hunde durch das Trinken aus Pfützen in den Sommermonaten, deren Wasser meist durch Rattenurin kontaminiert wurde. Die Infektion kann aber auch durch Bissverletzungen oder beim Deckakt erfolgen.

Therapie

Die definitive Diagnose erhält man durch Nachweis der Erreger im Urin oder Blut des Hundes. Leptospirose lässt sich mit Antibiotika behandeln. Als problematisch sind weit fortgeschrittene Leber- und Nierenschäden zu beurteilen, da diese nicht selten zum Tode führen können oder irreversibel Schädigungen nach sich ziehen können. Am besten impft man seinen Hund gegen die Krankheit, was auch einer Infektion des Menschen durch den Hund vorbeugt.

Notfallmaßnahmen

Die Krankheit ist als Notfall anzusehen, da eventuell Lebensgefahr von ihr ausgeht. Der Hund muss so schnell wie möglich in eine Tierklinik oder zu einem Tierarzt. Zum Schutz vor der Krankheit kann ein Hund geimpft werden, wobei die Impfung nicht gegen alle Erregertypen der Erkrankung schützt und folglich umstritten ist. Zudem ist der Impfschutz kürzer als bei anderen Infektionskrankheiten. Ihr Tierarzt berät Sie sicher gerne.