Beschreibung

Das Zahnfleisch kann, wie der Rest der Haut auch, als Folge einer allergischen Reaktion gereizt werden.

Dringlichkeit

Dringlichkeitsstufe 3

Gefährlichkeit

Gefährlichkeitsstufe 2

Verlauf

Aufgrund der eingewanderten Entzündungszellen erscheint das Zahnfleisch deutlich gerötet. Bleibt die Irritation über längerer Zeit bestehen, kann das Zahnfleisch am Saum aufbrechen, eitern und erodieren.

Ursache

In den meisten Fällen entsteht die Entzündung als Folge einer Futterunverträglichkeit. Bestimmte Proteine oder Zusatzstoffe des Futters bewirken das Einwandern der Entzündungszellen.

Therapie

Im Vordergrund der Behandlung sollte stehen, die Ursache der Entzündung zu vermeiden. In erster Linie bedeutet das eine Umstellung des Futters. Auf Basis einer Testfütterung sollte eine Liste mit verträglichen Futtermitteln erstellt werden. Liegt eine schwere Entzündung mit Erosion vor, müssen auch Medikamente zum Einsatz kommen. Hat sich das Zahnfleisch des Tieres beruhigt, kann langsam wieder auf ein normales Futter umgestellt werden, vorausgesetzt, die Entzündung kehrt nicht sofort wieder zurück.

Notfallmaßnahmen

Es sollte untersucht werden, ob das Tier häufig bestimmte Gegenstände, wie zum Beispiel Kunststoffbehälter oder Artikel aus Stoff, bekaut. Diese sollten außer Reichweite gebracht werden, da sie unter Umständen Auslöser der Allergie sind. Es kann der Versuch unternommen werden, zumindest kurzfristig, also für etwa zwei Wochen, eine Verdrängungsdiät oder ein spezielles Futter für Allergiker anzubieten. Besteht die Allergie aufgrund von Futterbestandteilen, so sollten die Symptome nach einiger Zeit unter Beibehaltung des neuen Futters verschwinden. Bei Fortbestehen der Symptome sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. In der Praxis kann ein Allergietest durchgeführt werden. In Zusammenarbeit mit dem Tierarzt kann auch eine Liste verträglicher Futtermittel erstellt werden, was eine umfassende Verdrängungsdiät erfordert.