Beschreibung

Unter Konstipation (Obstipation) versteht man ein verlängertes Verbleiben von Verdauungsbrei im Darm und die damit verbundene Bildung von festen harten Kotklumpen, die nur unter Schmerzen ausgeschieden werden können oder den Darm zumindest zeitweilig vollständig verlegen.

Dringlichkeit

Dringlichkeitsstufe 2

Gefährlichkeit

Gefährlichkeitsstufe 1

Verlauf

Zu Beginn versucht das betroffene Tier noch Kot abzusetzen, was jedoch nicht gelingt. Verstopfungen können erheblichen Bauchschmerz verursachen. Der Bauch weitet sich aus. Das Tier verweigert das Fressen, ist unruhig und legt sich oft nieder um unmittelbar danach wieder aufzustehen und die Position zu wechseln. In schwereren Fällen kann es zu Dehydratation (Austrocknung mit Symptomen wie trockener Mundschleimhaut mit zähflüssig geringem Speichel über schwachen Puls bis hin zu Zusammenbrüchen) und Fieber kommen.

Ursache

Nicht ausreichendes Trinken oder die Fütterung ballaststoffarmer Nahrung begünstigt das Entstehen einer Verstopfung. Manchmal können auch Veränderungen im Inneren des Darmes, wie Verengungen oder Einschnürungen die Passage des Verdauungsbreies erschweren. Daneben kann die Verstopfung durch eine Vielzahl weiterer Faktoren bedingt sein. Zu nennen sind unter anderem Fremdkörper im Darm, Bewegungsarmut aber auch die Nebenwirkungen von Medikamenten.

Therapie

Im Vordergrund steht die Behandlung der Grundkrankheit, durch die eine Verstopfung bedingt ist. Im Normalfall werden harte Kotmassen entfernt. Dazu bieten sich Einläufe und eventuell eine Zerkleinerung der gestauten Masse nach Narkose an. In besonders schweren Fällen ist eine chirurgische Entfernung der Darmverstopfung unumgänglich. Zudem sind Dehydratationen mit Infusionen zu behandeln.

Notfallmaßnahmen

Die Maßnahmen des nachfolgenden Ratschlagabschnitts können im Falle einer Verstopfung zu einer Besserung führen. Die Verstopfung erfordert in der Regel keinen Arztbesuch. Konnte der Hund allerdings für zwei Tage keinen Kot absetzen, sollte der Tierarzt aufgesucht werden.