Beschreibung

Bei einem Trachealkollaps (Säbelscheidenluftröhre) verengt sich die Luftröhre durch das Erweichen der stützenden Knorpel, was zu teilweise schweren Atemproblemen führen kann. Vor allem kleinere Hunderassen und ältere Tiere mit Übergewicht sind betroffen.

Dringlichkeit

Dringlichkeitsstufe 5

Gefährlichkeit

Gefährlichkeitsstufe 3

Verlauf

Ein Trachealkollaps bleibt oftmals lange Zeit unbemerkt, die Symptome entwickeln sich allmählich und die Erkrankung schreitet langsam fort. Die ersten Symptome zeigen sich vielfach nach größeren Anstrengungen oder Aufregung. Der Hund hat Atemnot, er schnappt nach Luft oder hat Schwierigkeiten auszuatmen. Die Atemfrequenz erhöht sich. Anfallartiger Husten, der insbesondere nach Anstrengung oder durch Ziehen an dem Hundehalsband ausgelöst werden kann, ist das typischste Symptom. Er ist zu Beginn trocken, kann im Verlauf der Krankheit feucht werden und tritt unter anderem auch bei der Futter- und Wasseraufnahme auf. Die Leistungsfähigkeit des Hundes vermindert sich und es kann zu einer bläulich – violetten Verfärbung der Schleimhäute, Lippen und der Haut kommen. Zudem können unter Umständen pfeifende oder brummende Geräusche bei der Atmung vernommen werden.

Ursache

Die Ursache der Erkrankung ist bislang unbekannt. Da die Krankheit fast ausschließlich bei älteren Zwerghunderassen (Yorkshireterrier, Malteser, Zwergspitz, Chihuahua und Zwergschnauzer) auftritt, geht man von einer genetischen Ursache aus. Da zumeist Hunde mit Übergewicht von der Krankheit betroffen sind, tritt auch die durch Übergewicht bedingte Gewebsschwäche als Ursache in den Vordergrund. Zudem kann die Erkrankung durch einige andere Faktoren, wie Infektionen der Atemwege, Allergien, toxische Stäube und Dämpfe sowie Herzinsuffizienz, begünstigt werden.

Therapie

Die Säbelscheidenluftröhre lässt sich auf dem Röntgenbild leicht erkennen. In leichten Fällen bietet sich eine konservative Therapie an, was nichts anderes bedeutet als die Lungenfunktion mit Medikamenten zu stärken, das Körpergewicht zu regulieren und übermäßige körperliche Anstrengung zu vermeiden. Nur bei schwerer Erkrankung mit bereits im Ruhezustand auftretender Atemnot des Hundes sollten chirurgische Maßnahmen ergriffen werden, da die Operation äußerst schwierig und risikoreich ist.

Notfallmaßnahmen

Gerade bei akutem, anfallartigem Auftreten der Symptome sollte umgehend ein Tierarzt konsultiert werden. Wurde ein Trachealkollaps diagnostiziert, sollten Stress und Aufregung für den Hund vermieden und für gute Raumluft (nicht zu warm, nicht zu trocken, vor allem kein Zigaretten- oder Zigarrenrauch) in den Aufenthaltsorten des Tieres gesorgt werden. Man kann anstelle von Halsbändern Brustgeschirre verwenden und sollte den Hund im Falle von Übergewicht auf Diät setzen, um den Risikofaktor und die damit verbundene Gewebsschwäche zu reduzieren.