Beschreibung

Die Laryngitis ist eine Entzündung des Kehlkopfes. Sie liegt in akuter oder chronischer Form (Entzündung dauert länger an) vor und tritt oftmals gemeinsam mit entzündlichen Erkrankungen des oberen Atmungsapparates (obere Luftröhre, Stimmbänder) auf.

Dringlichkeit

Dringlichkeitsstufe 2

Gefährlichkeit

Gefährlichkeitsstufe 2

Verlauf

Das typische Symptom der Kehlkopfentzündung ist der Husten, der auch anfallartig auftreten kann. Er ist laut und trocken und wird im Winter durch kalte Luft, die der Hund einatmet, ausgelöst. Die Aufnahme von Futter oder das Zerren am Hundehalsband können ebenso den Husten auslösen. Der Husten kann so stark werden, dass die Hunde würgen und teilweise erbrechen müssen. Oft wird das Bellen des Hundes als Folge des exzessiven Hustens heiser. Es kann sogar zum totalen Aussetzen des Bellens kommen. Bis auf Fieber zeigt der Hund in der Regel keine Symptome, die auf ein schlechtes Allgemeinbefinden hindeuten. In besonders schweren Fällen und gerade bei der chronischen Variante kann es zu Atemnot kommen. Unter Umständen zeigt der Hund Grasfressen.

Ursache

Auslöser der Kehlkopfentzündung sind in der Regel virale oder bakterielle Erreger. Allerdings kann eine Laryngitis auch durch eine Überanstrengung des Kehlkopfes verursacht werden, wie sie nach ständigem Bellen auftritt. Daneben können einige Erkrankungen (z.B. der Zwingerhusten oder einige Erkrankungen der Speiseröhre), die längerfristige Belastung mit Staub oder Rauch, die Belastung mit reizenden oder heißen Gasen sowie inhalierte Fremdkörper die Erkrankung bedingen.

Therapie

Die Diagnose ist relativ einfach. Der leicht auslösbare Husten deutet in der Regel auf eine Kehlkopfentzündung hin. Die Diagnose ist nach Untersuchung und Betrachtung des Kehlkopfes mit einem Kehlkopfspiegel zu stellen. Ist die Erkrankung akut, stellen sich die Symptome und die Krankheit meist von selbst ein, wenn die Ursache behandelt wird. In der Regel werden Antitussiva verabreicht, die den trockenen Husten unterdrücken und die Heilung fördern. Unterstützend bieten sich Inhalationen mit Kamille an. Ist die Erkrankung allerdings chronisch, wird die Aussicht auf Heilung ungünstiger. Chronische Laryngitiden sind sehr resistent und erfordern eine mehrwöchige Behandlung. Neben den therapeutischen Maßnahmen der akuten Variante werden hier meist cortisonhaltige Medikamente eingesetzt. Bei schwerwiegenden Symptomen wie Atemnot ist unter Umständen ein operativer Eingriff vonnöten.

Notfallmaßnahmen

In der Regel erfordert die akute Entzündung keinen Arztbesuch. Klingt der Husten nach Inhalation und Verabreichung von Hustensaft nicht ab, sollten Sie einen Tierarzt innerhalb der nächsten Tage aufsuchen. Bei schweren Symptomen wie Atemnot, ist der Hund umgehend zu einem Tierarzt zu bringen.