Beschreibung

Als Hot Spot bezeichnet man eine umschriebene eitrige Hautentzündung der oberen Hautschichten, die meist während der Sommermonate auftritt.

Dringlichkeit

Dringlichkeitsstufe 3

Gefährlichkeit

Gefährlichkeitsstufe 3

Verlauf

Die Haut zwischen dem Fell zeigt eine deutliche Rötung und juckt stark. Die Wunde beginnt eitrig zu nässen und das Haar in der Umgebung erscheint feucht und verklebt. Häufig betroffene Stellen sind Hals und Schulter, die die Tiere mit der Hinterpfote zum Kratzen bequem erreichen können. Häufig betroffene Rassen sind der Golden Labrador und Retriever und generell langhaarige und dicht behaarte Hunderassen.

Ursache

Meist geht der eigentlichen Entzündung ein starker Juckreiz in dem entsprechenden Hautareal voraus, wie er z.B. nach Kontakt mit bestimmten Gräsern oder Pflanzenteilen auftreten kann. Das anschließende Kratzen des Tieres verletzt die Haut und begünstigt das Eindringen von Entzündungskeimen. In diesem Sinne können unter anderem Flöhe, Verletzungen, allergische Hauterkrankungen, mangelnde Hygiene, etc. einen Hot Spot verursachen.

Therapie

Zur vollständigen Abheilung eines Hot Spots ist die, mitunter längerfristige Gabe eines geeigneten Antibiotikums notwendig. Zur Unterstützung der Heilung und Linderung der Reizung kann man die betroffene Hautstelle mit einer milden, desinfizierenden Lösung abwaschen. Alternativ kann man dazu auch lauwarmen, mit einer Prise Salz vesetzten Kamillentee verwenden.

Notfallmaßnahmen

Hautkrankheiten sind in der Regel keine klinischen Notfälle. Stellen Sie einen Hotspot bei Ihrem Tier fest, reicht es aus, wenn Sie beim Tierarzt anrufen und einen Termin für den kommenden Tag vereinbaren. Sind die Sprechstundenzeiten verstrichen, dann können Sie auch am nächsten Morgen anrufen, die Situation schildern und einen Termin vereinbaren. In der Zwischenzeit sollten Sie versuchen, ein Kratzen des Tieres an den betroffenen Stellen zu verhindern, da sonst sekundär verursachte Erkrankungen entstehen könnten. Dazu können Sie behelfsweise einen Halskragen basteln oder dem Tier ein T-Shirt überstreifen. Generell hat ein Halter auf die Fellpflege und Hygiene seines Hundes zu achten. Das beugt nicht nur dem Hot Spot vor. Je nach Ursache des Hot Spots lassen sich präventive Maßnahmen nennen. Beispielsweise ist zur Vorbeugung gegen Flohekzeme die regelmäßige Verabreichung eines Antiparasitikums angebracht, was die Entstehungsgefahr eines, dadurch verursachten Hot Spots reduziert.