Beschreibung

Herzklappendefekte können sich im Laufe des Hundelebens entwickeln und führen dazu, dass eine oder mehrere der Herzklappen, die die verschiedenen Kammern des Herzens und die großen Körpergefäße miteinander verbinden, nicht mehr vollständig schließen oder öffnen.

Dringlichkeit

Dringlichkeitsstufe 3

Gefährlichkeit

Gefährlichkeitsstufe 4

Verlauf

Herzklappendefekte entwickeln sich langsam und über einen längeren Zeitraum hinweg. Sie können aber auch kurzfristig, bspw. als Folge einer bakteriellen Infektion der Herzinnenhaut entstehen. Veränderte Herzklappen schränken die Auswurfkraft des Herzens ein und führen so zu einer verminderten Versorgung aller Organe mit Blut bzw. Sauerstoff und zu einem erhöhten Druck im Lungenkreislauf. Als Folge davon entsteht meist unausweichlich eine vermehrte Ansammlung von Flüssigkeit in der Lunge (Lungenödem). Die Symptome sind in der Regel zunächst unspezifisch und können leicht mit denen einer Atemwegserkrankung oder eines unspezifischen Unwohlseins verwechselt werden. Meistens fängt das Tier besonders nach Belastung, Freude, Aufregung und in den Nachtstunden an, trocken zu husten. Es ist abgeschlagen, schläft viel und werden beim Spazierengehen schneller müde oder kommen außer Atem.

Ursache

Das Auftreten eines Herzklappendefektes kann vererbt sein. Manche Rassen sind überdurchschnittlich häufig betroffen, wie zum Beispiel der Cavalier King Charles Terrier.

Therapie

Werden die Krankheitssymptome intensiver, muss das Tier Medikamente erhalten, die zum einen die Herzfunktion stärken und zum anderen ein meist parallel entstehendes Lungenödem ausschwemmen. Wird die Krankheit rechtzeitig behandelt, können die Symptome vollständig oder zumindest teilweise zurückgedrängt werden.

Notfallmaßnahmen

Stellen Sie die zuvor genannten Symptome fest, sollte schnellst möglich ein Tierarzt aufgesucht werden.