Beschreibung

Harnblasentumoren sind Geschwülste, die sich fast immer aus der Innenauskleidung der Blase, dem so genannten Übergangsepithel entwickeln.

Dringlichkeit

Dringlichkeitsstufe 4

Gefährlichkeit

Gefährlichkeitsstufe 4

Verlauf

Harnblasentumoren werden vorwiegend bei älteren Tieren beobachtet, können mitunter auch bei jüngeren Tieren auftreten. Die Symptome gleichen denen der Harnblasenentzündung. Meist ist Blut im Urin die erste auffällige Veränderung, die durch Blasentumoren bewirkt wird, auch wenn dieses Symptom in den meisten Fällen eher als Folge einer bestehenden Harnblasenentzündung auftritt. Je nach Lage des Tumors kann es aber auch zu Inkontinenz oder schmerzhaftem Harndrang kommen. Problematisch wird es dann, wenn der Tumor die harnabführenden Wege verlegt. Der Hund kann dann keinen Urin mehr absetzen. Der Rückstau des Urins kann die Niere zerstören und zu Nierenversagen führen.

Ursache

Geschwülste der Harnblase können als Folge einer andauernden, nicht bemerkten oder behandelten Blasenentzündung entstehen. Ansonsten bleiben die Ursachen häufig ungeklärt.

Therapie

Problematisch ist die Verwechslungsgefahr mit der Harnblasenentzündung. Vielfach werden Antibiotika verschrieben, die zu einer kurzfristigen Verbesserung der Symptome eines Harnblasentumors führen können, wobei die Symptome erneut und verstärkt auftreten. Im schlimmsten Fall kann es dann für den Hund zu spät sein. Die operative Entfernung eines Blasentumors ist möglich. Leider sind viele dieser Tumoren bösartig und es kommt häufig nach kurzer Zeit zu neuen Wucherungen in der Blase.

Notfallmaßnahmen

Bemerken Sie Blut im Urin Ihres Hundes, sollte umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden. Rufen Sie am besten an, schildern Sie die Situation und vereinbaren Sie einen Termin. Es gestaltet sich immer als recht schwierig, Blut im Urin eines Tieres rechtzeitig zu bemerken. Daher bietet es sich an, mindestens einmal die Woche – besonders bei älteren Tieren - den Harnabsatz zu beobachten.