Beschreibung

Ein Hämatom am Ohr (Blutohr, Othämatom) ist eine Ansammlung von Blut (Bluterguss) zwischen der Haut der Ohrmuschel und der darunter liegenden Knorpelschicht. Meist befinden sich diese Blutergüsse auf der Innenseite der Ohrmuschel.

Dringlichkeit

Dringlichkeitsstufe 3

Gefährlichkeit

Gefährlichkeitsstufe 2

Verlauf

Ein Hämatom am Ohr verursacht in der Regel Juckreiz und zeichnet sich durch ein Anschwellen der Ohrmuschel aus. Generell sind Blutergüsse als harmlos anzusehen, da sie meist von allein abheilen. Bei einem Blutohr sollte allerdings der Tierarzt helfen. Greift dieser nicht ein, kommt es vielfach zu einer Verformung der Ohrmuschel. Die Folge ist eine Verkrüpplung des Ohres.

Ursache

Die Erkrankung wird oftmals durch ein stumpfes Trauma (Schlag, Stoss) ausgelöst, wie es ein Hund während eines Unfalls oder eines Kampfes mit einem anderen Hund häufiger erfährt. Zudem entstehen Othämatom häufiger Im Zuge einer Ohrentzündung. Der Hund hält das dabei auftretende Jucken für einen Fremdkörper, den er durch kräftiges Kopfschütteln zu entfernen versucht. Dabei können Äderchen in der Ohrmuschel platzen, was das Blutohr entstehen lässt.

Therapie

Relativ kleine Othämatome werden entfernt, indem zuerst entzündungshemmende Medikamente gespritzt werden. Wenige Tage danach wird das Blut nach Punktion (durch Setzen eines Nadelstiches) entfernt. Unter Umständen ist eine weitere Punktion vonnöten. Größere und ältere Blutohren erfordern einen kleinen Eingriff, bei dem das Blut/ Sekret entweder abgelassen wird (nach kleinem Einschnitt) oder der Bluterguss ausgeräumt (chirurgisch) werden muss. Die Verabreichung von Antibiotika beugt Entzündungen vor.

Notfallmaßnahmen

Prophylaktisch können Sie agieren, indem Sie bereits bei häufigen Kratzbewegungen Ihres Hundes, vor allem aber bei intensivem Kopfschütteln einen Tierart aufsuchen und das Blutohr vor seiner Entstehung therapieren.