Beschreibung

Unter Glaukom versteht man alle Erkrankungen des Auges, die durch einen krankhaft erhöhten Augeninnendruck entstehen. Dabei kann vor allem der Sehnerv und somit das Sehvermögen in Mitleidenschaft gezogen werden.

Dringlichkeit

Dringlichkeitsstufe 5

Gefährlichkeit

Gefährlichkeitsstufe 5

Verlauf

Ein Glaukom kann plötzlich und anfallartig auftreten oder sich über längere Zeit entwickeln. Im ersten Fall zeigen sich ein Anschwellen des Augapfels, Lichtscheue und Schmerzäußerungen. Das Auge kann gerötet oder trübe erscheinen. Der zweite Fall kann längere Zeit symptomlos sein. Später erscheint das Sehvermögen gestört, das Tier kollidiert mit Gegenständen und findet sich in seiner gewohnten Umgebung nicht mehr zurecht. Es weist folglich ein stark gestörtes Allgemeinbefinden auf.

Ursache

In der vorderen und hinteren Augenkammer befindet sich das Kammerwasser, das Nährstoffe für einige Teile des Auges bereitstellt und eine reinigende Funktion inne hat. Die Flüssigkeit wird ständig erneuert, indem neues Kammerwasser gebildet wird und Kammerwasser abfließen muss. Wird der Abfluss des Kammerwassers behindert, verbleiben vermehrte Mengen der Flüssigkeit im Augeninnern. Das nachströmende Kammerwasser lässt den Augeninnendruck dann immer weiter ansteigen, was den Glaukom auslösen kann. Eine solche Behinderung des Kammerwasserabflusses kann durch einen plötzlichen Verschluss des Abflusses (z.B. durch eine Entzündung oder eine luxierende Linse) oder eine angeborene Anomalie entstehen.

Therapie

Besteht der Verdacht eines akuten Glaukoms, sollte umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden, da die Schwellung den Sehnerv schädigen und zur Erblindung führen kann. Bereits wenige Stunden stark erhöhter Augendruck können irreparable Schädigungen verursachen. Besteht das Glaukom weniger als zwei Tage, lässt sich das Sehvermögen meist durch Notfallmaßnahmen retten. Dazu muss primär der Augeninnendruck gesenkt werden. Das kann neben dem Einsatz von Medikamenten auch eine Notoperation erfordern. Lässt sich das Sehvermögen nicht mehr retten, sind die Medikamentengabe, Operationen bis hin zu einer Entfernungen des erblindeten Auges die Optionen, dem Hund Schmerzfreiheit zu verschaffen.

Notfallmaßnahmen

Stellen Sie die zuvor genannten Symptome fest, insbesondere die Schwellung des Augapfels, suchen Sie bitte umgehend einen Tierarzt auf. Bei Vorliegen eines Glaukoms kann so der schlimmste Fall der Blindheit abgewendet werden.