Beschreibung

Fremdkörper wie Grannen oder Grashalme können in den Gehörgang des Außenohrs eintreten und zu erheblicher Irritation und/oder Schmerzen führen.

Dringlichkeit

Dringlichkeitsstufe 4

Gefährlichkeit

Gefährlichkeitsstufe 3

Verlauf

Gelangt ein Fremdkörper in den Gehörgang des Außenohrs, setzt unmittelbar Juckreiz ein. Der Hund wird versuchen, den Fremdkörper zu entfernen. Dazu schüttelt er den Kopf, kratzt sich mit der Pfote am Ohr oder hält den Kopf schief. Mitunter reibt das Tier auch das betroffene Ohr an Gegenständen oder dem Boden. Fremdkörper sind gefährlich, da sie Ohrenentzündungen auslösen können, die eine medikamentöse Therapie erfordern.

Ursache

Bei Hunden, die besonders gerne im Wald und auf Wiesen herumtollen, Jagdhunden oder Rassen mit langen, herabhängenden Ohren können recht einfach Fremdkörper wie Grannen, Grashalme oder –samen, etc. in das Hundeohr gelangen.

Therapie

Fremdkörper im Ohr werden vom Tierarzt entfernt. Ist der Hund bei der Untersuchung zu unruhig, kann eine Sedierung (Verabreichung von Beruhigungsmitteln) nötig sein, um weitere Verletzungen im Ohr zu vermeiden. In einfachen Fällen und wenn keine Folgekrankheiten verursacht wurden, reicht es aus, den Fremdkörper zu entfernen und anschließend das Ohr zu reinigen. Hat der Fremdkörper bereits zu einer Infektion geführt, wird der behandelnde Tierarzt zusätzlich eine antibakterielle Lösung einsetzen.

Notfallmaßnahmen

Befindet sich der Fremdkörper an einer Stelle, die Sie gut einsehen können und der Hund absolut ruhig gehalten werden kann, können Sie ihn vorsichtig mit einer Pinzette entfernen. Sitzt der Fremdkörper hingegen tief im Hundeohr, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen. Vereinbaren Sie am besten direkt einen Termin, um eventuelle Folgeerkrankungen auszuschließen und die lästigen Symptome für den Hund abzustellen. Zudem bietet sich bei allen Ohrsymptomen immer ein Tierarztbesuch an, da sich einige Allergien ausschließlich in Ohrenentzündungen äußern, die es auszuschließen gilt.