Beschreibung

Kleine Fremdkörper wie Gräser, Ähren, kleine Holzstücke, Steine, etc. können beim Einatmen oder Verschlucken in die tieferen Atemwege gelangen.

Dringlichkeit

Dringlichkeitsstufe 5

Gefährlichkeit

Gefährlichkeitsstufe 4

Verlauf

Nach der Inhalation oder der Aspiration („Verschlucken“) des Fremdkörpers wird in der Regel ein starker Reizhusten ausgelöst, wodurch der Fremdkörper in den meisten Fällen ausgehustet wird. Verkeilen sich die Objekte, setzt zwar auch der Reizhusten ein, aber die Fremdkörper verbleiben in den Atemwegen. In solchen Fällen bemerken die Halter oftmals einen Leistungsabfall ihrer Hunde. Die Symptome können nachlassen, jedoch besteht die Gefahr, dass eine Bronchitis oder andere Erkrankung der Atemwege als Folgekrankheit verursacht wird.

Ursache

Dem Hund können beim Einatmen kleine Fremdkörper in die Atemwege gelangen. Die Krankheit tritt insbesondere bei Jagdhunden oder anderen, viel schnüffelnden Hunden auf. Zudem sind oftmals Hunde mit Schluckstörungen betroffen, da diese häufig körpereigene Flüssigkeit einatmen („Verschlucken“).

Therapie

Die Verabreichung von Antibiotika kann den Husten stoppen, allerdings kommt es oft zu einem Rückfall, was immer auf einen Fremdkörper hindeutet. Röntgenaufnahmen helfen vielfach nicht bei der Diagnose, da die inhalierten Fremdkörper oftmals strahlendurchlässig sind. Ein ausführliches Gespräch mit dem Halter gibt die wohl besten Hinweise auf das Vorliegen eines Fremdkörpers. Endoskopien sind als diagnostisches Mittel am erfolgreichsten zu beurteilen. Die Fremdkörper lassen sich oftmals mit geeigneten Zangen entfernen oder locken, sodass sie ausgehustet werden können. Lässt sich der Fremdkörper auf diesem Wege nicht entfernen, muss über eine Entfernung des betroffenen Lungenlappens nachgedacht werden. In diesem Fall sollte bis zur Entfernung Antibiotika verabreicht werden.

Notfallmaßnahmen

Schnüffelt Ihr Hund gerne, leidet er an Schluckbeschwerden oder durchlief er kurz vor Auftritt der Symptome ein Getreidefeld, ist die Wahrscheinlichkeit des Vorliegens eines inhalierten Fremdkörpers erhöht. Da ein Fremdkörper, wenn er tief in die Atemwege gelangt ist, meistens festsitzt und sehr gefährlich werden kann, sollte schnellst möglich ein Tierarzt oder eine Tierklinik aufgesucht werden, um den Verdacht zu bestätigen und den Fremdkörper gegebenenfalls zu entfernen.