Beschreibung

Flöhe sind kleine, flügellose Insekten, die sich springend fortbewegen und die Haut bzw. das Fell annähernd aller Säugetiere befallen können. Sie ernähren sich vom Blut ihres Wirtes, das sie mit kleinen Bissen abzapfen.

Dringlichkeit

Dringlichkeitsstufe 3

Gefährlichkeit

Gefährlichkeitsstufe 3

Verlauf

Die Flöhe vermehren sich rasch und breiten sich auf dem ganzen Körper aus. Das oftmals einzige Symptom ist ein mehr oder weniger stark ausgeprägter Juckreiz. Der Hund zeigt meist starke Kratz- und Beißreaktionen, da er den Parasit nach einem Biss entfernen will. Es kann allerdings als Folge der Flohbisse zu einer allergischen Reaktion kommen, woraufhin entzündliche Veränderungen der Haut in Erscheinung treten.

Ursache

Der Befall erfolgt nach direktem Kontakt mit einem infizierten Tier. Flöhe haben zwar einen, ihrer Art entsprechend, bevorzugten Wirt. Bei Bedarf nehmen sie aber einen Wirtswechsel unabhängig der Präferenz vor. Auch der Mensch kann befallen werden! Haben Sie Ihren Hund entfloht, ist der Befall unwahrscheinlicher, jedoch nicht ausgeschlossen.

Therapie

Flöhe sind mit dem bloßen Auge mühelos sichtbar. Am leichtesten findet man sie, indem man das Fall am unteren Rücken oder an den Flanken gegen den Strich entlang streicht. Die Flöhe rennen dann als kleine braune Gebilde aus dem freigelegten Sichtfeld in die Sicherheit des dichten Felles davon. Die gängigen Antiparasitika töten die Flöhe ab. Bei starkem Befall ist es allerdings effektiver ein Spray anstelle eines Produkts zum Auftröpfeln zu wählen und alle Körperregionen (unter Schutz der Augen!) eingehend einzusprühen und das Mittel anschließend in das Fell einzumassieren. Benutzen Sie dabei bitte Handschuhe. Hat sich ein Flohekzem entwickelt, muss dieses mit entsprechenden Medikamenten behandelt werden.

Notfallmaßnahmen

Beim Auftreten der zuvor genannten Symptome sollten Sie den Tierarzt bei der nächsten Gelegenheit anrufen und einen Termin innerhalb der nächsten Tage oder Woche vereinbaren. Der Patient sollte umgehend von anderen Hunden und Katzen getrennt werden, auch bei Ihnen zu Hause wenn Sie mehrere Tiere halten. Kündigen Sie Ihren Besuch in der Tierarztpraxis am besten an, sodass dort Vorbereitungen getroffen werden können, die eine Ansteckung anderer Tiere verhindern. Lebt in Ihrem Haushalt mehr als ein Haustier (Hund oder Katze), dann sollten immer alle Tiere behandelt werden, selbst dann, wenn keine Symptome auftreten.