Beschreibung

Die exokrine Pankreasinsuffizienz bezeichnet eine chronische Erkrankung der Bauchspeicheldrüse (Pankreas), bei der die Produktion von Verdauungsenzymen gestört ist, die normalerweise von dem gesunden Organ in den Darm abgegeben werden, wo sie die Nährstoffe des Verdauungsbreis aufschließen und so dem Körper zugänglich machen. Als Folge der verminderten Enzymausschüttung kommt es zu erheblichen Verdauungsstörungen und zu einer Mangelernährung.

Dringlichkeit

Dringlichkeitsstufe 3

Gefährlichkeit

Gefährlichkeitsstufe 2

Verlauf

Die unzureichende Bildung von Verdauungsenzymen führt dazu, dass der Hund hungert obwohl er viel frisst. Der Appetit des Tieres vermehrt sich und steigert sich in der Regel zum Heißhunger. Trotzdem verliert der Hund zunehmend an Gewicht und magert ab. Daneben tritt chronischer Durchfall als weiteres Symptom auf, wobei die abgesetzte Menge recht voluminös ist. Der Kot ist gräulich und ockerfarben (heller als im Normalfall), riecht in der Regel säuerlich und ist von dünnbreiig, fettig glänzender, teilweise schaumiger Konsistenz. Vor allem aber befinden sich oftmals unverdaute Futterbestandteile darin. Störend wirken sich die vermehrt auftretenden Blähungen des Hundes aus. Ein weiteres, typisches Symptom ist das Fressen des eigenen Kotes und des Kotes fremder Tiere. Aufgrund der unzureichenden Ernährung wird das Fell des Tieres mit der Zeit stumpf. In späten Stadien kann das Allgemeinbefinden des Tieres gestört sein, es verliert an Ausdauer und erschöpft leichter.

Ursache

In der Regel ist die exokrine Pankreasinsuffizienz in einem Rückgang von Bauchspeicheldrüsengewebe begründet. Die Ursache des Geweberückgangs ist noch nicht restlos geklärt. Es wird jedoch ein genetischer Zusammenhang vermutet, der auch schon für einige Rassen belegt wurde. Zudem kann eine chronische Pankreatitis im Endstadium den Geweberückgang bedingen. Die Erkrankung tritt vornehmlich, aber nicht ausschließlich, bei Deutschen Schäferhunden und Langhaarcollies auf.

Therapie

Die Erkrankung ist nicht heilbar. Eine Substitution des Futters (Diät) ermöglicht den Hunden jedoch ein gutes Leben und die Symptome der Krankheit sind unter Umständen abstellbar. Jedoch ist diese ernährungstechnische Dauermaßnahme mit hohen Kosten und Aufwand für den Halter verbunden.

Notfallmaßnahmen

Beim Auftreten, bei Verschlimmerung der zuvor genannten Symptome oder beim Hinzukommen neuer Symptome sollten Sie den Tierarzt bei nächster Gelegenheit anrufen und einen Termin innerhalb der nächsten Tage oder Woche vereinbaren.