Beschreibung

Die Borreliose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch eine in Deutschland weit verbreitete Zeckenart übertragen wird.

Dringlichkeit

Dringlichkeitsstufe 4

Gefährlichkeit

Gefährlichkeitsstufe 4

Verlauf

Bereits wenige Tage bis einige Wochen nach dem Zeckenbiss können die ersten Symptome auftreten. Im Anfangsstadium treten vielfach allgemeine Symptome von Infektionskrankheiten wie Fieber, Lethargie oder verminderter Appetit auf. Das relevante Symptom ist die Lahmheit, die aufgrund von schmerzhaften Gelenkentzündungen (vor allem an den Vorder- und Hinterläufen) oder Arthritiden verursacht wird. Die Gelenke sind geschwollen. Daneben können noch Entzündungen des Herzens, der Nerven und anderer Organe entstehen.

Ursache

Die Zecke der Gattung „Gemeiner Holzbock“ kann bei einem Biss den bakteriellen Erreger „Borrelia burgdorferi“ übertragen. Je länger die Zecke das Blut des Hundes saugt, desto höher ist die Infektionswahrscheinlichkeit.

Therapie

Die Diagnose erfolgt anhand des Antikörpernachweises bei der Untersuchung des Blutbildes. Die Therapie der Krankheit gestaltet sich als schwierig und teuer. Antibiotika bringen meist keine Besserung, da sie den, in den Zellen lebenden Erreger nicht erreichen. Spezielle Medikamente sind über mehrere Wochen zu geben, wobei der Erreger in der Regel nie vollständig aus dem Organismus des Hundes entfernt werden kann.

Notfallmaßnahmen

Die Zeckenart, die den Erreger überträgt findet man in annähernd allen Waldgebieten aber auch in städtischen Parkanlagen. In der Zeckensaison (März bis Oktober) besteht die erhöhte Gefahr, dass Ihr Tier von dem Erreger befallen wird. Grundsätzlich ist der Hund nach jedem Spaziergang auf Zecken zu untersuchen. Diese sind sofort zu entfernen. Daneben ist eine medikamentöse Prophylaxe gegen Zecken, da sie auch weitere, durch Zecken übertragbare Erkrankungen verhindert oder das Tragen von Ungezieferhalsbändern ratsam. Aufgrund der schwierigen Therapie und großen Gefahr der Krankheit sollten Sie, insbesondere wenn Sie in einer Region mit vermehrter Zeckenpopulation leben, sich mit Ihrem Tierarzt über die Option der Borrelioseschutzimpfung absprechen. Diese ist allerdings umstritten, da die Impfung nicht gegen alle Erregertypen schützt und teilweise heftige Nebenwirkungen auf die Impfung beobachtet wurden.