Beschreibung

Als Bauchwassersucht bezeichnet man freie Flüssigkeit in der Bauchhöhle. Die Flüssigkeit kann – je nach Ursache – von unterschiedlicher Natur sein. Man unterscheidet vor allem die Absonderung nicht-entzündlicher Flüssigkeit (Transsudat - niedriger Proteingehalt in der Flüssigkeit; z.B. bei Lebererkrankungen) von der Absonderung entzündlicher Flüssigkeit (Exsudat - höherer Proteingehalt; z.B. bei Entzündungen im Bauchraum).

Dringlichkeit

Dringlichkeitsstufe 5

Gefährlichkeit

Gefährlichkeitsstufe 4

Verlauf

Abhängig von Art und Dauer der Erkrankung kommt es zu einer immer stärkeren Schwellung des Bauchraumes. Atmet das Tier oder ändert es seine Position sind oftmals kleine Wellenbewegungen sichtbar. Bei kleineren Hunderassen erkennt man die Symptome eher als bei größeren Artgenossen. Sind entzündliche Prozesse der Auslöser für die Bauchwassersucht, so wären begleitend dazu auch ein Verlust des Appetits und ein gestörtes Allgemeinbefinden zu erwarten. Der anschwellende Bauch kann aber auch immer ein erster Hinweis auf eine chronische Organerkrankungen sein, die in der Regel einen sehr langsamen Verlauf annimmt.

Ursache

Die Bauchwassersucht kann als Begleiterscheinung oder Komplikation einiger Krankheiten auftreten. Sie kann als Folge einer Entzündung des Bauchfelles oder einzelner Bauchorgane entstehen. Ebenfalls mögliche Ursachen können chronische Organerkrankungen sein, in Folge derer sich die Zusammensetzung des Blutes ändert, woraufhin Flüssigkeit in den Bauchraum übertreten kann. Des Weiteren kann ein chronisches Herzversagen zur Bauchwassersucht führen.

Therapie

Die Behandlung muss darauf abzielen, die der Bauchwassersucht zu Grunde liegende Erkrankung zu beheben. Hierzu ist eine genaue Untersuchung aller Körperfunktionen notwendig, eine Blutuntersuchung und möglicherweise auch ein EKG.

Notfallmaßnahmen

Bei Verdacht sollte umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden, da die Bauchwassersucht durch ernste Erkrankungen bedingt sein kann. Insbesondere wenn ein Hund eine Bauchschwellung aufweist, sollte er umgehend zu einem Tierarzt gebracht werden.