Beschreibung

Unter einer akuten Hepatitis versteht man eine Entzündung des Lebergewebes, deren klinische Symptome und ausgeprägtere Gewebeveränderungen bereits nach vergleichsweise kurzer Zeit (3-14 Tage) einsetzen.

Dringlichkeit

Dringlichkeitsstufe 5

Gefährlichkeit

Gefährlichkeitsstufe 4

Verlauf

Die Symptomatik zeichnet sich durch plötzlich auftretendes Fieber, Erbrechen, teilweise Durchfall, Appetitlosigkeit und damit verbundene Abmagerung sowie ein schwer gestörtes Allgemeinbefinden des Hundes aus. Das Tier zeigt vielfach nach Druck auf die Bauchregion (um die Lage der Leber herum) Schmerzen.

Ursache

Als Auslöser der akuten Hepatitis können bakterielle oder virale Infektionen, aber auch länger andauernde Medikamentengabe oder Vergiftungen in Frage kommen. In vielen Fällen lässt sich die Ursache nicht genau ermittelt.

Therapie

Die Diagnose der Krankheit erfolgt zunächst durch die Erstellung eines Blutbildes. Der vermehrte Anfall bestimmter Leberenzyme im Blut deutet meist auf eine Erkrankung dieses Organs hin. Die Behandlung richtet sich grundsätzlich nach den Symptomen. Unkomplizierte und milde Fälle lassen sich medikamentös therapieren. Spontanheilungen sind möglich. Schwerere Hepatitiden mit schwerer Störung des Allgemeinbefindens erfordern mitunter eine stationäre Behandlung und Infusionstherapie. Eine unbehandelte akute Hepatitis kann sich zu einer chronischen Erkrankung entwickeln und permanente Organschäden herbeiführen.

Notfallmaßnahmen

Treten die zuvor genannten Symptome auf, insbesondere in Verbindung mit der charakteristischen Gelbfärbung der Schleimhäute, sollte schnellst möglich ein Tierarzt aufgesucht werden.