Beschreibung

Die akute Enteritis bezeichnet eine schnell ausbrechende Entzündung einzelner Abschnitte oder des gesamten Dünndarmes des Hundes. Die Enteritis tritt häufig als Gastroenteritis in Verbindung mit einer Entzündung des Magens (Gastritis) auf.

Dringlichkeit

Dringlichkeitsstufe 3

Gefährlichkeit

Gefährlichkeitsstufe 4

Verlauf

Das entscheidende Symptom der Enteritis ist der Durchfall. Je nach Ausprägung der Darmentzündung zeichnet sich der Durchfall durch einfache Konsistenzveränderungen von normalem über schwarzen oder schleimigen Kot bis hin zu frischem Blutvermengungen im Kot aus. Daneben können wegen des Blut-, Wasser- und Elektrolytverlustes Störungen des Kreislaufsystems auftreten. Oftmals sind starke Darmgeräusche vernehmbar und teilweise verspürt der Hund Schmerzen bei Druck auf den Bauch. Erbrechen kann ebenso vorkommen.

Ursache

Die häufigsten Auslöser einer akuten Enteritis sind Bakterien, Viren oder eine falsche Fütterung (insbesondere bei Jungtieren). Parasiten, Vergiftungen oder Futtermittelunverträglichkeiten können ebenso die Erkrankung verursachen.

Therapie

In der Praxis wird vorerst durch Ausschlussverfahren ein Verdacht ermittelt. Dieser ist meist durch darauf folgende Laboruntersuchungen zu stützen. Das Ergebnis der Laboruntersuchung hilft bei der Therapie. Bei bakterieller Ursache der Krankheit ist eine Behandlung mit Antibiotika möglich. Bei viralen Infektionskrankheiten hingegen bleibt die Behandlung auf die Versorgung mit Flüssigkeit und Elektrolyten beschränkt, da Antibiotika bei Viren nicht wirksam sind.

Notfallmaßnahmen

Liegen keine anderen, schwerwiegenden Symptome vor, kann man versuchen, den Durchfall zu lindern, indem man für etwa einen Tag kein Futter gibt und anschließend Schonkost füttert. Bessert sich der Durchfall damit nicht, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. Versuchen Sie den Nahrungsstopp nicht für eine längere Zeit auf eigene Verantwortung. Enteritiden können insbesondere bei Welpen und geschwächten Tieren aufgrund der Austrocknungsgefahr gefährlich werden. Zudem sind sie immer ein Symptom der äußerst gefährlichen Infektionskrankheiten Staupe und Parvovirose. Die ernährungstechnischen Maßnahmen des nachfolgenden Ratschlagabschnitts können im Falle einer solchen Erkrankung zu einer Besserung führen.